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Ausstellung
Zu Gast im Spreewald

Egbert Neubauer / 17.01.2019, 19:13 Uhr

Schönwalde-Dorf Es ist bereits die siebzehnte Gemeinschaftsausstellung der Malgruppe unter der Leitung von Uwe Beckmann, die am 12. Januar als erste Ausstellung in diesem Jahr im kreativ e.V. in der Dorfstraße 7 eröffnet wurde. Im September reiste die Gruppe zur Pleinairmalerei in den Spreewald. Fünfzehn Künstler stellten sich der Aufgabe, zwischen Alt Schadow und Schlepzig ihre Impressionen über die einzigartige Landschaft bildnerisch einzufangen.

Karla Ehl, die Vereinsvorsitzende, eröffnete die Vernissage. Sie war sichtlich erfreut über die vielen Besucher. Sicher auch in Erinnerung der Tage im Spreewald, resümierte Karla EhL: „Wir haben sehr viel Spaß und Freude bei unserer Malreise gehabt.“ Ihren Worten schloss sich Uwe Beckmann an und ergriff das Wort zur Beurteilung der Vernissage seiner Malgruppe. Seine Rede wurde bereits mit Spannung erwartet. Beckmann wertete die Reise als erneuten Erfolg und traf in gewohnter Art und Weise zu jedem eine kurze und gehaltvolle Aussage über das Schaffen. Der darauf folgende Beifall galt dann jedem Einzelnen als Anerkennung für sein Tun. Überhaupt können sich die Arbeiten sehen lassen, beeindruckend ist dabei der hohe Stand der künstlerischen Qualifikation, das Niveau, auf dem die Gruppe arbeitet.

Breit ist der Fächer der Umsetzung aufgespannt. So schätzte Beckmann die Arbeiten von Karla Ehl und Frank Massmann als „… das fixieren der Seherlebnisse und Empfindungen in den Abstufungen von Rot in geduldiger Weise“ ein. Bei den Bildern von Hannelore Schulz und Gottfried Weider, hob Beckmann, „das Bewahren des unverwechselbaren Lichtes, der Atmosphäre eines bestimmten Tages – bis in die Details der Oberfläche,“ als Merkmale hervor.

Als abschließendes Beispiel seien hier die Arbeiten der Brüder Christian und Joachim Schlegel genannt. Deren souveränen Umgang mit der Pastellkreide beschrieb Beckmann so: „… einmal scheint die Kreide das Papier zu furchen, dann wieder zu streicheln, der Strich ist in ständiger Bewegung – bricht ab, respektiert das Licht, das sich im Grunde des Papiers ausbreitet. Einfach überzeugend.“

Was neben dem Thema wohl allen Bildern zugerechnet werden kann, ist die Freude, mit der diese Werke geschaffen wurden. Diese Freude der Künstler bei ihrem Tun kann der Betrachter der Werke nachempfinden.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Filmvorführung über das „Spreewald-Pleinair“. Gerhard Lamprecht hat die Landschaft mit ihren Kanälen, den Kähnen und Menschen, die malenden Künstler und ihre Mühen um das Motiv wieder trefflich mit der Filmkamera eingefangen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Silvia wurde zu Hause das Material gesichtet, geschnitten und vertont. Das Ergebnis ist ein kurzweiliger Film über das Treiben der Gruppe im Spreewald. Lamprechts Filmwerk wurde vom interessierten Publikum mit Begeisterung und Applaus aufgenommen.

Die sehenswerte Gemeinschaftsausstellung ist bis 24. Februar in der Dorfstraße 7 zu sehen. Geöffnet ist jeweils dienstags und mittwochs von 15 bis 17 Uhr, donnerstags von 15 bis 21 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr.

 

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